herz_kreislauf_risiko

Intima-Media-Dicke IMD

Zur Bestimmung des kardiovaskulären Risikos existieren viele Methoden und Scores, die sicher alle ihre Berechtigung haben. Oft werden die Patienten dann mit Zahlen konfrontiert, die ihr erhöhtes Risiko beschreiben, dennoch abstrakt bleiben und wenig Veränderungsbereitschaft hervorrufen.

Die Messung der Innenschichtdicke der Halsschlagader (Intima-Media-Dicke oder kurz IMD) bildet hier eine Ausnahme.* Die Ultraschalluntersuchung dauert nur einige Minuten, ist nicht invasiv und zeigt bildlich bereits bestehende Gefäßwandveränderungen auf.

Dem Patienten kann somit plastisch vor Augen geführt werden, dass sein Risiko nicht nur um einen imaginären Faktor erhöht ist, sondern bereits Veränderungen (Cholesterineinlagerungen) in der Gefäßwand bestehen, die zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen können.

Die gute Nachricht dabei: in diesem Stadium sind die Einlagerungen durch konsequente Einstellung der Risikofaktoren vollständig rückgängig zu machen. Das ist die positive Botschaft, die immer im Vordergrund steht.

Diese Untersuchungsmethode ist sehr gut validiert. Es gibt große europäische und amerikanische Studien, die den Zusammenhang zwischen Verdickung der Intima Media und einem deutlich erhöhten Risiko für Herzkreislaufereignisse, wie z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall, belegen.


*Selbstverständich ersetzt die Messung der Intima-Media-Dicke nicht weitere in der Prävention und Vorsorge üblichen Untersuchungen. Als Einzeluntersuchung hat sie aber eine sehr große Aussagekraft.


intima_media_normal
Intima Media Dicke normal
intima_media_verdickt
Intima Media Dicke verdickt
 



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